Laut dem IFH in Köln steht dem Online-Handel in Deutschland eine blühende Zukunft bevor. Der Prognose entsprechend sollen die Einnahmen aus Online-Käufen 2021 rund 80,4 Milliarden Euro betragen. Dabei soll sich das Wachstum laut dem „IFH-Branchenreport Onlinehandel“ je nach Vertriebsform und Konsumgütermarkt stark voneinander unterscheiden.

Innovation als Antriebskraft für die Wirtschaft

Die Berechnung fußt unter anderem auf der Innovationskraft einzelner Anbieter. Grundlage für die Entwicklung, so das IFH, wäre die steigende Bedeutung des Cross-Channel-Sellings. So würde es künftig eine noch größere Rolle spielen, die Kunden in den jeweiligen Bewegungsräumen zu erreichen. Der Geschäftsführer des IFH Köln, Dr. Kai Hudetz, misst dabei Mehrkanal-Vertriebsstrategien eine steigende Bedeutung bei.
Die Prognose geht von leicht sinkenden Wachstumsraten aus. Sollten diese stärker als erwartet ausfallen, würden die Einnahmen im Jahr 2021 rund 70 Milliarden Euro betragen. Umgekehrt könnte eine stärkere Wachstumsdynamik sogar zu einem Umsatz von 97,5 Milliarden führen.

Die Märkte werden sich unterschiedlich entwickeln

Großes Potenzial sieht die Studie im Bereich der Lebensmittel und Delikatessen. Hier wuchs der Online-Umsatz 2016 um 22 %. Berücksichtigt man, dass der stationäre Lebensmittelhandel in den nächsten Jahren seine Position wieder ausbauen könnte, wird der Umsatz durch Onlinekäufe dennoch steigen. Im Mittelfeld bewegen sich Branchen wie der Verkauf von Hausrat, Keramikartikeln und kleinen Elektrogeräten. Hier liegt das Wachstum zwischen 8 und 13 %, während der Fotomarkt mit 3 % das Schlusslicht bildet.

Der stationäre Handel als Wachstumsmarkt

Besonderes Potenzial sieht die Prognose in Ladengeschäften aus Sparten wie Garten und Heimwerkerbedarf und Consumer Electronics. Diese werden ihren Marktanteil weiter ausbauen und so den konventionellen Handel abseits des Onlinevertriebs stärken.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf LinkedIn veröffentlicht.

Share