Microservices - Part 2

Digitalisierung führt zum Umbruch in der Versicherungsbranche. Laut Michael Loeters, einem der Vorsitzenden der Insurance Broker Association of Canada (IBAC), gehören die derzeitigen Systeme von Versicherern daher bald der Vergangenheit an. Durch innovative Technologien, in die Versicherungsunternehmen hunderte Millionen Euros investieren, werden ganz neue Anwendungen möglich.

Im Vordergrund steht dabei, Daten in Echtzeit per Microservices oder ähnlicher Technologien zu übermitteln. Das ermöglicht eine einfache und agile Kommunikation zwischen Brokern, Versicherern und weiteren Partnern. So fragt der Broker beispielsweise via Microservice beim Versicherer Prämienkalkulationen an und erhält umgehend die gewünschten Daten. Klassische Versicherungsportale sind dadurch schlicht nicht mehr notwendig, da der Broker direkt aus seiner Maklersoftware herausarbeitet und sich dabei über mehr Transparenz und Komfort freut.

Die Verbreitung neuer Technologien braucht Zeit

Die bisherigen Systeme der Versicherer waren notwendige Brückenlösungen für den Datenaustausch in Echtzeit. Jetzt sind die technischen Mittel vorhanden, um Microservices auf breiter Basis einzusetzen. Trotz der offenkundigen Vorteile nutzen nur wenige Versicherer und Makler bisher Microservices.

Die Situation ist vergleichbar mit der Nutzung von GPS-Daten zu Beginn der 2000er Jahre. Schon damals waren Navigationssysteme erhältlich, sie führten allerdings oft nicht zum richtigen Ziel oder wählten unnötig umständliche Routen. Erst einige Jahre später waren die Systeme so weit optimiert, dass sie für den Massenmarkt zugänglich waren. Eine ähnliche Entwicklung steht jetzt den Versicherungen bevor. Probleme in der Anfangszeit gilt es zu meistern und aus Fehlern zu lernen. Langfristig ergeben sich dadurch völlig neue Möglichkeiten für die gesamte Branche.

Dieser Text wurde zuerst auf LinkedIn veröffentlicht.

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