Bei dem Begriff E-Commerce denken nach wie vor viele Menschen zunächst an einen Online-Shop. Auch für die Händler steht dieses Instrument in der Regel im Mittelpunkt. Sie verwenden viel Zeit darauf, ihren Webshop zu optimieren. Ein Umdenken hat lediglich in einem Bereich begonnen: Die Anbieter bemühen sich mittlerweile häufig darum, den Webshop auch für mobile Endgeräte ansprechend zu gestalten. Allerdings kommt dabei immer noch die klassische Webshop-Technik zum Einsatz – lediglich mit einigen Anpassungen versehen. Doch gibt es zahlreiche neue Technologien, die stetig an Bedeutung gewinnen. Daher ist es wichtig, diese Entwicklungen zu beobachten und in die eigene Marketing-Strategie miteinzubeziehen.

Der klassische Webshop: ein Relikt aus vergangenen Tagen

Die ersten Webshops entstanden bereits in den 90er Jahren. Das Umfeld, in dem sie zum Einsatz kamen, unterschied sich jedoch deutlich von den heutigen Möglichkeiten für das Online-Shopping. Die meisten Nutzer verwendeten damals einen Desktop-PC für den Einkauf. Diese Methode war im Vergleich zum Einkauf per Smartphone oder Tablet denkbar unbequem. Die Internetverbindungen waren sehr langsam, sodass ansprechende Bilder und Grafiken kaum zum Einsatz kamen. Vielmehr stand das geschriebene Wort im Mittelpunkt. Das führte zu einem aus heutiger Sicht nur wenig attraktiven Einkaufserlebnis. Diese kurze Ausführung zeigt, dass ein klassischer Webshop auf eine technische Ausstattung ausgelegt ist, die mittlerweile schon längst überholt ist.

Mobile Apps gewinnen an Bedeutung

Viele Anbieter sind bereits dazu übergegangen Webshops zu verwenden, die auch auf mobilen Geräten ansprechend dargestellt werden. Allerdings sind die Eingabe von Internetadressen und das Ausfüllen von Formularen dennoch sehr umständlich. Deutlich einfacher geht das durch eine App. Der herkömmliche Browser – und damit das Medium für den Webshop – wird daher immer unpopulärer. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Shop durch einfach zu nutzende Apps zu ergänzen.

Chatbots – automatisierte Unterstützung beim Online-Einkauf

Viele große Online-Händler setzen inzwischen auch auf Chatbots. Diese Programme sind dazu in der Lage, ein Gespräch mit einem Verkäufer zu simulieren. Sie geben den Kunden viele hilfreiche Informationen – automatisch und innerhalb von Sekundenbruchteilen. Das trägt zu einem angenehmen Einkaufserlebnis bei. Diese Technik ist zwar noch nicht vollkommen ausgereift, doch ist es auch hierbei relevant, die Entwicklungen zu verfolgen und diese Möglichkeit gegebenenfalls in das Online-Angebot aufzunehmen.

Voice Devices

Voice Devices setzen sich in immer mehr Haushalten durch. Auch in vielen Autos sind sie inzwischen serienmäßig eingebaut. Sie ermöglichen es nicht nur, auf Zuruf das Licht einzuschalten oder das Radioprogramm zu ändern. Darüber hinaus bieten sie häufig ebenfalls Funktionen für das Online-Shopping an. Auf diese Weise können die Kunden sich ganz bequem über die verschiedenen Optionen informieren. Es ist sogar möglich, den Online-Einkauf durchzuführen, während Sie kochen, Auto fahren oder andere Tätigkeiten erledigen. Daher ist diese Technik besonders zeitsparend.

Virtual Reality – eine neue Form des Einkaufens

Mittlerweile gibt es auch einige Angebote für Augmented oder Virtual Reality. Das gibt den Kunden die Möglichkeit, die Produkte auf eine äußerst ansprechende Weise kennenzulernen. Das Möbelhaus IKEA hat beispielsweise ein Programm entwickelt, das es ermöglicht, die Möbelstücke in eine Aufnahme der eigenen Wohnung einzufügen und in 3D-Ansicht von allen Seiten zu betrachten. Apps für Virtual Reality erlauben es, die Produkte sehr intensiv zu begutachten und die Anwendung im vertrauten Umfeld zu simulieren. Das sorgt für besonders starke Kaufanreize.

Fazit: Online-Händler müssen neue Technologien in ihr Marketing-Konzept einbeziehen

Die Vorstellung der verschiedenen E-Commerce-Kanäle zeigt eindeutig, dass der klassische Webshop mittlerweile nur noch eine Möglichkeit von vielen ist. Die Technik ist dabei auf die Ausstattung vergangener Jahrzehnte ausgelegt. Das führt dazu, dass das Nutzungserlebnis dabei die Bedürfnisse heutiger Kunden immer weniger erfüllt, was sich in rückläufigen Nutzungszahlen niederschlägt. Für die Händler stellt der Webshop zwar nach wie vor ein wichtiges Verkaufsinstrument dar. Dennoch ist es wesentlich, auch die anderen Entwicklungen zu verfolgen und gegebenenfalls in das Marketing-Konzept zu integrieren.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf LinkedIn veröffentlicht.

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